Konsumentenschutz - Handy & Internet

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Angry Birds und Co. auf dem Prüfstand

AK-Studie entlarvt „App-Datenklau“

Angry Birds und Co auf dem Prüfstand

Auf deinem Smartphone oder einem Tablet nutzt du doch bestimmt auch Apps – Spiele, wie Angry Birds, Routenplaner oder Wörterbücher!? Wenn du Apps kaufst, herunterlädst und nutzt, gibst du Daten von dir preis! Da sind oft weder deine Telefon ID sicher, noch deine SIM-Kartennummer oder gar dein Adressbuch und deine Passwörter!

Apps dienen immer häufiger nur als „Fassade“ und verschleiern den eigentlichen Zweck, nämlich das Datensammeln. Werbefirmen nutzen die Möglichkeit, um über die Gewohnheiten der potentiellen Kunden – also über dich – Informationen einzuholen. Wenn du Apps nutzt, wirst du regelrecht gescannt!

Smartphones und Tablet-PC sind mit sogenannten Geodaten (GPS-Koordinaten oder WLAN-Zugangspunkte) „ausgestattet“ und daher leicht zu orten. Außerdem ist jedes Telefon mittlerweile eindeutig einer Person zuzuordnen. Daraus ergibt sich, dass deine Wege verfolgt werden können, die Orte, an denen du dich aufhältst, werden registriert und deine Zugangsdaten und Passwörter gespeichert!

Apps – seien es Spiele, Wecker, spezielle Kameras, o.ä. greifen auf diese persönlichen Daten zu, obwohl sie es nicht müssten. Aber dem noch nicht genug: Sie geben diese Daten oft auch an Drittfirmen weiter! 

Und so funktioniert es genau

Die Daten, die durch die Nutzung von Apps gewonnen werden, sind wahre Goldgruben. Denn es gibt einen regen Datenhandel. Die App-Anbieter verkaufen sie um gutes Geld an Werbefirmen, die diese dann nutzen. Und du als Konsument? Du weißt meist gar nicht, wie dir geschieht, denn die Datenübertragung ist intransparent. Datenschutzregeln und Privatsphäre werden oft missachtet. Die Verantwortung dafür will niemand übernehmen! 

Funktionieren kann das Datensammeln mithilfe der sogenannten Geodaten. Dabei werden Längen- und Breitengrad, Postleitzahl (Bezirk bzw. Ortsteil, Stadt, Bundesland, Staat), Straße und Hausnummer festgestellt. 

Die Geodaten werden etwa für Navifunktionen gebraucht oder Social Networks verknüpfen Geodaten mit weiteren Angaben. Facebook etwa verknüpft Fotos mit Geodaten oder für den Notfall helfen Geodaten den Einsatzkräften, schnell an eine bestimmte Adresse zu kommen, und, und, ... Neben den Smartphone-Herstellern und Telekom-Anbietern werden Geodaten auch von App-Produzenten selbst gespeichert und/oder an Dritte übermittelt. Du wirst also immer und überall „verfolgt“!  

Apps als Datensammler

Apps haben, abgesehen von den Standortdaten, häufig Zugriff auf die Gerätekennung, E-Mail- und Telefonkontakte und SIM-Kartennummer. Ausspioniert werden können grundsätzlich alle „Datenschätze“ des Smartphones: gespeicherte Adressdaten, Erinnerungsfotos und die gesamte Kommunikation über das Telefon.

Die „smarten“ Geräte lassen sich ziemlich exakt einer Person zuordnen und sind für Werbetreibende ideal, z.B. um dein persönliches Verhaltensprofile anzulegen. Was machst du gerne? Welchen Sport betreibst du? Wo und in welchen Lokalen bist du gerne unterwegs? Mit welchen Leuten stehst du in Verbindung? Wer sind deine Freunde? 

 

 

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