Im Dschungel der Ernährungsvarianten

Aktuelle Trends unter der Lupe

Ernährungsvarianten

Vegetarisch, Vegan, Paleo – wir hören viele Begriffe rund ums Thema Ernährung. Doch was bedeutet was? Worauf solltest du achten, damit du gesund bleibst? Dieser Folder bietet dir einen Überblick, um den Durchblick im Ernährungsdschungel zu bewahren. Solltest du gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit deiner Ernährung vermuten, ist es ratsam, eine Ärztin/einen Arzt aufzusuchen.

VEGETARISCH

VegetarierInnen verzichten im Allgemeinen auf den Verzehr von Fleisch und Fisch.

Die bekanntesten Gruppen sind:

  • Lacto-ovo-VegetarierInnen (essen Milch, Milchprodukte und Eier)
  • Lacto-VegetarierInnen (essen Milch und Milchprodukte)
  • Ovo-VegetarierInnen (essen Eier und Produkte mit Eiern)

Bei den hier genannten Gruppen von VegetarierInnen konnten keine Mangelerscheinungen nachgewiesen werden – sofern sie sich ausgewogen ernähren. Nur die Aufnahme von zu wenig Eisen gilt als kritisch - hier kann man aber vorsorgen.

VEGAN

VeganerInnen essen keine Erzeugnisse tierischen Ursprungs (KEIN Fleisch, KEINE Eier, KEIN Honig etc.) und verzichten auf die Nutzung tierischer Produkte (z.B. Kleidung aus Leder).

Bei VeganerInnen ist die Versorgung mit einigen notwendigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich. Sie müssen sich daher aktiv abwechslungsreich ernähren, um eine Unterversorgung zu vermeiden, z.B. sollten sie regelmäßig Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen), calciumangereicherte Drinks/Mineralwasser und täglich Nüsse und Samen konsumieren.

FLEXIARIERINNEN

FlexitarierInnen sind flexible VegetarierInnen, d.h. sie essen hauptsächlich vegetarisch (also nur sehr selten Fleisch) und bevorzugen regionale und saisonale Produkte. Ernährungswissenschaftlich ist an dieser Variante nichts auszusetzen.

LOW CAR/NO CARB

low (wenig)/no (keine) Carb (Kohlenhydrate)

Low Carb bzw. No Carb bedeutet das Vermeiden bzw. gänzliche Weglassen von kohlenhydratreichen Lebens-mitteln, wie z.B. Kartoffeln, Reis und Getreide. Gemüse, Obst, Nüsse, hochwertige Öle, Milch- und Milchprodukte sowie auch Fleisch und Fisch sind bei dieser Ernährungsform erlaubt. Hauptnährstoffe sind daher Fett und Eiweiß.

Aufgrund der erhöhten Fettaufnahme (meist gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel erhöhen können und dadurch zu Herz-Kreislauferkrankungen führen) ist diese Form nur in Maßen sinnvoll.

PALEO

= eine Variante von Low Carb

Die Paleo- oder Steinzeit-Diät erlaubt nur Lebensmittel, die bereits bei unseren Vorfahren in der Steinzeit verfügbar waren, z.B. Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Nüsse und Samen etc. Verzichtet wird unter anderem auf Getreide (Brot, Teigwaren etc.), Hülsenfrüchte sowie Milch- und Milchprodukte.

Diese Ernährungsform ist im Allgemeinen nicht zu empfehlen, da die Lebensmittelauswahl sehr eingeschränkt ist.

KETOGENE ERNÄHRUNGWEISE

= eine Variante von No Carb

Bei der ketogenen Ernährung sind Kohlenhydrate nicht erwünscht, Eiweiß wird bevorzugt. Die erhöhte Eiweißaufnahme sorgt für Muskelaufbau bei gleichzeitigem Gewichtsverlust und ist daher in der Bodybuilder-Szene sehr beliebt. Eine hohe Eiweißaufnahme über lange Zeit schädigt die Nieren und ist daher auf Dauer absolut nicht empfehlenswert.

KONSUMIERE IM IDEALFALL

TÄGLICH

  • mind. 1,5 Liter Flüssigkeit. Bevorzuge alkoholfreie, energiearme Getränke in Form von Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte.
  • 3 Portionen Gemüse/Hülsenfrüchte und 2 Portionen Obst
  • 4 Portionen Getreideprodukte und Erdäpfel. Bevorzuge bei Brot, Nudeln und Reis Vollkornprodukte und bei Gerichten mit Erdäpfeln fettarme und schonende Zubereitungsmethoden.
  • 3 Portionen Milch und Milchprodukte. Verwende Schlagobers, Rahm und Butter sparsam.

WÖCHENTLICH

  • 1 bis 2 Portionen Fisch. Wähle fettreichen Seefisch (z.B. Hering) oder heimische Kaltwasserarten (z.B. Saibling) mit nachhaltiger Herkunft.
  • 2 bis 3 Portionen Fleisch und Wurstwaren. Bevorzuge dabei fettarme Produkte.
  • max. 3 Eier. Achtung: Eier kommen auch in verarbeiteter Form in vielen Produkten (z.B. in Nudeln, Gebäck und Mehlspeisen) vor.

Bevorzuge pflanzliche Öle und Fette (z.B. Rapsöl, Nüsse, Samen) und verwende Zucker und Salz sparsam. Achte ebenso auf kurze Gar- und Warmhaltezeiten. Zusätzlich fördert regelmäßige körperliche Aktivität deine Gesundheit.

Weitere Infos findest du unter www.oege.at

Unseren Flyer findest du hier zum Download.


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